SC Dunum e.V. von 1950

Bezirksliga Adé

Das kleine Dorf Dunum war jahrelang Bestandteil der Bezirksliga, sowohl im Damen-, als auch Herrenbereich. Gerne blickt man zurück auf Highlights im Bezirkspokal, als der TuS Esens, die SpVg Aurich oder auch der Heidmühler FC an der Southroad scheiterten. Oder den letzten Spieltag in Loga, als der SC mit neun Mann die Spvg Aurich zum Meister machte. Das Highlight der jüngeren Vergangenheit war sicherlich der Klassenerhalt 2016, als die Mädels den SC in Pewsum mit Plakaten empfingen und die Mannschaft sich mit einem 1:2 Auswärtssieg beim Landesliga-Aufsteiger bedankte. Bei unseren Mädels bleibt sicherlich der letzte Spieltag in Leer vor einigen Jahren in Erinnerung, als Carola Willms in der 96. Minute nach einem 2:0 Rückstand den bereits sicher geglaubten Abstieg verhinderte.
Jetzt treten beide Teams nach einer enttäuschenden Saison den Gang in die Ostfrieslandliga an, die wahrscheinlich besser zum kleinen Dorf mit ca. 1000 Einwohnern passt. Während uns etliche Wiederaufstiegswünsche erreichen, werden in Dunum aber zunächst kleine Brötchen gebacken. Der Abstieg der I. Herren ist auch eine Chance, den Kader zu verjüngen, der größtenteils vor ca 15! Jahren gemeinsam die ersten Erfahrungen im Herrenbereich gemacht hat. Damals gab es einen ähnlichen Umbruch, der einige Jahre in Anspruch genommen hat, aber eben auf der Bezirksebene endete. Waren es zu diesem Zeitpunkt noch drei Ligen zwischen dem SC und dem großen Nachbarverein TuS Esens, kamen die Jungs von der Southroad dem Nachbarn gefährlich nahe und überholten ihn sogar zeitweise in der Tabelle. Wenngleich sich die neue Generation an diesen Erfahrungen nicht messen lassen muss, hat man im Dunumer Lager Hoffnung, ähnliche Erfolge einzufahren, wobei sich Großteile des neuen Teams erst an den Seniorenbereich gewöhnen müssen. Entsprechend stehen einige Akteure der „arrivierten“ Generation auch in der kommenden Saison zur Verfügung, um den Youngstern den Start in der Ostfrieslandliga zu erleichtern.
Mit Jens Hanekamp, Thorsten Lettau und Alexander Schmittendorf zieht es zwar drei Leistungsträger zurück in ihre „Heimatvereine“, aber auch das kann eine Chance für die neue „Dunumer“ Generation werden. Mit Aike Schierenberg, Frank Janssen und Manuel Bengen stehen drei junge Spieler im Fokus, die zwangsläufig in Rollen rücken, die mehr Verantwortung erfordern. Das Zeug dazu haben sie alle Mal und die nötige Zeit bekommen sie von den Verantwortlichen. Wenn sich die neue Mischung aus jungen und weniger jungen Spielern schnell findet, ist der Klassenerhalt im kommenden Jahr sicher realistisch. Alle Aufstiegsträume, die uns wie eingangs erwähnt erreichen, müssen wir leider auf unbestimmte Zeit bei Seite schieben.
Ähnlich sieht es in der Damenabteilung aus, die sich vor allem aufgrund von schweren Verletzungen in der Rückserie durch die Niederlagenserie schleppte und etliche Male in Unterzahl agieren musste. Umso größer ist der Respekt, die Saison tatsächlich bis zum letzten Spieltag durchgezogen zu haben. Überspitzt beschrieben waren am Rande des Spielfelds mehr Gehhilfen als fitte Spielerinnen auf dem Platz. Vom Knorpelschaden über Kreuzbandriss bis hin zum Schienbeinkopfbruch hatten die Mädels alle möglichen Verletzungen innerhalb weniger Wochen im Repertoir. So war es keine Seltenheit, dass Abwehrchefin Sahra Berschuck in die ungewohnte Rolle als Torhüterin schlüpfte oder die geplante Betreuerin Hanna Richter in vorderster Sturmreihe ohne Eiskoffer agieren musste. Auch hier wird ein Umbruch stattfinden um jungen Spielerinnen wie Kerstin Saalberg oder Alexandra Ahrends die nötige Zeit zu geben. Beide spielten die komplette Rückserie quasi durch, obwohl sie erst kurz zur Mannschaft gehören und die ein oder andere Pause hätten vertragen können. In der kommenden Saison läuft der SC als Spielgemeinschaft mit dem TuS Holtriem in der Ostfrieslandliga auf. Ziel der neuen Fusion ist vor allem den Spass am Fußball nach der kräftezerrenden Saison zurückzufinden und mit einer entspannten Personalsituation ruhigere Fahrwasser zu erreichen.
Wir dürfen also gespannt sein, wie beide ehemaligen Bezirksligateams den geplanten Umbruch verkraften aber eins ist sicher. Der Gemeinschaft tat der Misserfolg keinen Abbruch. Am vergangenen Samstag feierten beide Teams mit einer Busfahrt zum Fußballgolf nach Hohenkirchen und der anschließenden Veranstaltung am neuen Clubheim einen unvergesslichen Abschluss, der sich selbstverständlich in den kommenden Jahren wiederholen wird.

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